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Meine DSGVO-Reise, mit Musik und 8 Erkenntnissen

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In den letzen drei Monaten habe ich mir eine Blog-Auszeit geschenkt, ein paar körperliche Sanierungsmaßnahmen vorgenommen und mein Leben ein wenig umstrukturiert (wozu es noch einen eigenen Beitrag geben wird).

Außerdem bin ich ein bisschen herumgereist, habe eine Menge neuer, toller Bücher gelesen (von denen ich euch einige demnächst vorstellen werde) und mich dann, wie so viele andere auch, mit der leidigen DSGVO beschäftigen müssen.

Auch hier im Lieber-Herr-Crohn-Blog wurde dsgvo-iert.
Sorry.

Und darum handelt mein erster Beitrag nach der Pause nicht von den schönen, erholsamen, spannenden und neuen Begebenheiten rund um mein Leben mit dem Herrn Crohn, sondern von den Erlebnissen und Ergebnissen rund um das Umsetzen dieser elendigen Verordnung.

Aber ich werde mich bemühen, euch diesen DSGVO-Braten so simple und schonend wie möglich rüberzuschieben. Garniert mit einem lieben Grinser, versprochen!

Im Folgenden zuerst ein paar wichtige Infos bezüglich der Veränderungen hier, auf Grund der Verordnung. Und danach ein paar G´schichtln, Aha-Erlebnisse und sehr strange Erkenntnisse, die sich in den letzten Wochen, beim Umsetzen der Verordnung, ergeben haben.

First things first:

Eure Daten hier waren und sind sicher.
Jedenfalls soweit es in meiner Macht steht und ich hab mich mächtig bemüht.
Wie genau ich eure Daten hüte und um welche Daten es denn hier so gehen könnte, könnt ihr in meiner wunderbar überausführlichen Datenschutzverklärung nachlesen.

Hier nun die Liste der Veränderungen, anlässlich der DSGVO.

Das Mail-Abonnement der Blogbeiträge (Beitragsbenachrichtigung) ist jetzt vernewslettert

Ante DSGVO (=a.D. 😉 ) war hier ein Plugin installiert, dass Interessierten bei Erscheinen eines neuen Beitrags automatisch eine Mail ins Postfächchen gesandt hat. Besagtes Plugin namens Jetpack zählt aber lt. DSGVO-Granden zu den bösen Datenschmutzern und wurde auf die No-go-Liste gestellt.

Ich hab es mit Bedauern (weils wirklich praktisch war und auch andere nützliche Funktionen erfüllte) entfernt und war am Überlegen, die Benachrichtigungen ganz einzustellen.

Nun wurde dieser Dienst aber von einigen gern genutzt und darum habe ich das auf einen Newsletter-Dienst umgestellt. Auch weil ich die Verbreitung der Beiträge nicht nur den sozialen Medien wie Facebook, Twitter und Co. überlassen will.

Wer also in Zukunft per Mail informiert werden will, dass ein neuer Beitrag auf LieberHerrCrohn.at erschienen ist, der kann sich hier dazu anmelden:

Möchtest du neue Blogbeiträge per Mail zugeschickt bekommen?
Einmal im Monate landen alle neuen Beiträge in deiner Mailbox.

Das Blog-Abonnement kann jederzeit gekündigt werden. Wenn du dich dazu anmeldest, kommt anschließend eine E-Mail mit einem Link zur Bestätigung (=Double-Opt-In). Damit ist sichergestellt, dass sich niemand an deiner Stelle hier anmeldet.

Mit der Anmeldung zum Blog-Abonnement bestätigst du, dass du mit der Verarbeitung deiner Daten einverstanden bist.

Der Newsletter wird via Mailpoet versendet. Alle Infos über die Erfolgsmessung, Protokollierung der Anmeldung und deine Widerrufsrechte findest du in der Datenschutzerklärung.

Einmal im Monat geht dann ein Newsletter raus, der euch die aktuellen Beiträge direkt ins Haus liefert.

Wer iwann keinen Bock mehr auf mailige News hat, kann sich jederzeit in einem Link am Ende der Mail vom Erhalt abmelden. Alles jut.

Kommentare:

Da war ich, wie viele andere auch, am Überlegen sie abzudrehen, weil ja auch hier Daten gesammelt werden und man post DSGVO (p.D. 😉 ) vor dem Absenden eines Kommentars darüber informiert werden muss, dass man gerade dabei ist, seine Daten weiterzugeben … (vorher war einem das hoffentlich intuitiv klar, dass man beim Ausfüllen eines Formulares Daten an wen weitergibt … oder?).

Es gibt hier zwar, wie bei allen diesen Richtlinien, höchst kontroverse Meinungen. Die einen sagen so, die anderen so. Ich habe mich aber dann doch an der Version orientiert, die mir sicherer erschien.

Schlussendlich wollte ich auf all die netten und teils sehr herzlichen Kommentare und auf diese Form des Kontakts in Zukunft zu verzichten. Auch diese Kommunikation will ich nicht komplett auf die großen Datenschlunzer namens Facebook, Google und Co. verschieben. Vor allem, weil auch das bereits am Kicker der DSGVO-Behörde steht und aktuell rechtlich sehr bedenklich ist.

Darummen gibts hier weiterhin eine Kommentarfunktion, nun ergänzt mit dem Hinweis, dass man beim Kommentieren logischerweise Informationen weitergibt.

Wer das nicht will, aber dennoch was Nettes schreiben mag:
Mail ist auch super und herzlich willkommen :-*

Optische und inhaltliche Veränderungen bzw. Nicht-Änderungen

  • Der hübsche, große Banner auf der Startseite musste leider weg. In meinem Theme (Blogdesign) war der nur mit Hilfe eines Plugins zu realisieren, dass datenschutztechnisch nicht so tolle war.
  • Die Schrift via Google Fonts habe ich aktuell noch beibehalten, weil mir der technische Aufwand dafür einfach noch zu intensiv ist und ich euch auch nicht die optisch und lesetechnisch wenig freundliche Times New Roman zumuten wollte.
  • Die Teilen-Buttons sind auf eine Version ausgetauscht worden, bei der erst dann eine Verbindung zum jeweiligen Netzwerk aufgebaut wird, wenn ihr sie anklickt.
Bitte bedenkt dabei, dass ihr dann diesen Blog verlasst und auf die Seite der jeweiligen Netzwerkplattform (=Facebook, Twitter, GooglePlus … etc.) wechselt. Dort werden von den Betreibern jede Menge Daten gesammelt.
Welche, wie viele und warum, weiß man nicht so genau. Es entzieht sich jedenfalls meiner Kenntnis und ich kann es auch nicht beeinflussen.

Das gleiche gilt beim Besuch meiner Profile und Seiten in diesen Netzwerken. Auch da liefert ihr  Daten an die Betreiber und zwar egal ob ihr in dem Netzwerk einen angemeldet seid oder nicht oder keinen Account habt.

  • Die Kontaktaufnahme mit mir erfolgt nun nur noch via Mail, das Kontaktformular habe ich gelöscht.
  • Die Links zu den YouTube Videos wurden zu statischen Bildern und Textlinks umgeändert, damit erst dann ein Aufbau zu YouTube passiert, wenn man aktiv auf den Link klickt.
  • Einbindungen von Facebook, Twitter und Co sind gleichfalls „gesichert“ und erst nach Klick auf einen Button zu sehen.
  • Ansonsten wurde der Blog, wie auch meine anderen Seiten, auf einen neuen Webhost übersiedelt und natürlich gibt es mit dem Webhoster eine Auftragsdatenverarbeitung, wonach auch diese Daten, die da gespeichert werden, in sicheren Händen sind.

Das wären die wichtigsten Veränderungen, die im Zuge des Umsetzens der Verordnung geschehen sind. Die Liste war um einiges länger, aber das erspare ich euch lieber 😉

Ich habe das ganze auch durchaus positiv gesehen, denn wurden einige schon länger notwendige Wartungsarbeiten vorgenommen und die ganze Chose mal gut durchgeflüftet und überarbeitet.

Nun aber nehme ich euch mit auf meine abenteuerliche DSGVO-Reise, die mehr eine irrfahrende Wallfahrt war. Mit sehr besonderen – und ich hoffe ernsthaft: einmaligen! – Erlebnissen, die es einfach wert sind festgehalten und weitergegeben zu werden.

Road to DSGVO.
Or Hell.
Beides das Gleiche.

Damit das ganze ein wenig kurzweiliger ist, habe ich es mit ein paar Musikstückchen ergänzt. Das waren (und sind) die Songs, die mich in der Zeit der Umsetzung begleitet, aufgemuntert, therapiert haben.

Die Überschrift ist schon mal ein Hinweis, wohin der erste Musikschub geht:
Highway to hell

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… gesungen von der 68jährigen Jenny Darren (yeah!)

By the way: Das ist ein Link zu YouTube, wie auch alle anderen Musiklinks. Ihr verlasst dabei diese Website und landet im Reich von YouTube, das zu Tante Google gehört.
Also seid gewahr, dass ihr beim Klick auf den Link und dann auf den dortigen Abspielbutton möglicherweise eure DATEN an diesen Dienst weitergebt.

Ok? Gewarnt hab ich euch 🙂
Let´s rock the Blog!

Am Anfang …

… stand die Frage, ob es dieses Behördengeschwülst auch mich betrifft – weil ich ja keine Unternehmerin mehr bin, nicht mal mehr im Arbeitsprozess und nur aus Spaß an der Freude vor mich hin blogge.
Aber eben auch Kommentare zulasse, eine Statistik im Hintergrund läuft (frau will ja wissen, was von dem, was sie hier so von sich gibt, auf Interesse stößt) und die Beiträge mittels Benachrichtigungs-Abo an Interessierte versende usw.
Abgesehen davon werden allein durch das Hosten am Server Daten gesammelt (und natürlich pseudoanonymisert).

Das bedeutet, dass ich „Daten“ sammle und damit war mir ziemlich schnell klar, dass dieses deesgevoige Bürokratenbruchstück auch meine Bloggerei betrifft – ergo: DSGVO-Gedöns nötig.

Alternative: Nach außer-EU auswandern, zum Beispiel
Barbados

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Tat ich dann aber doch lieber nur musikalisch
(die Hosen! die Frisuren! die Moves!).

Mein lieber Mann wollte das nicht so recht glauben und riet mir, mich doch bei der österreichischen Datenschutzbehörde zu erkundigen, ob das denn auch wirklichwirklichwirklich so sei.

Ich tat ihm den Gefallen, im guten Glauben zu wissen, wie der Rat lauten würde. Und erlebte ein Wunder.

Die ratlose Datenschutzbehörde

Mein Ansinnen begann beim Suchen und Finden der Telefonnummer und das erste Aha-Erlebnis war, dass ich nicht auf einer typischen Auskunftshotline landete, sondern im Justizministerium. Wo mich eine nette Dame rasch mit der Abteilung der Datenschutzbehörde verband.

Erkenntnis 1:
Die österreichische DSB hat keine eigene Hotline …

Ich spulte mein Sätzlein runter: „Guten Tag, mein Name ist … blabla … bin Bloggerin… blabla … kein Unternehmen … blabla … Kommentare … blabla … Newsletter … blabla … betrifft mich die DSGVO?“ … und erhielt als Antwort:

Ich darf Ihnen keine Auskunft geben. Sie können sich aber an die Wirtschaftskammer, den Konsumentenschutz oder einen Rechtsbeistand wenden.“

Ich war sprachlos.
(Fürwahr ein seltener Zustand in meinem Dasein …)

Man beachte:

Die Datenschutzbehörde darf mir nicht sagen, ob ich von einer Verordnung, die sie umzusetzen hat, betroffen bin.

Bei jeder anderen Behörde im Lande kann man sich bei Fragen an kompetente (und überlastete) Hotlines wenden, wo einem (nach längerer Wartezeit) hilfreich Auskunft erteilt wird. Sogar beim Finanzamt, der Gebietskrankenkasse und der Sozialversicherungsanstalt klappt das wunderbar.

Doch nun haben wir eine datenschützende Behörde, die so beschützend ist, dass sie niemanden verrät, ob man von ihrem Tun und dem, was sie verordnungstechnisch beschützen soll, betroffen ist.

Das mag datenschutzrechtlich vielleicht Sinn machen und die Behörde selbst gut behüten. Es erklärt auch, warum es keine Hotline gibt.
Es ist aber – sorry to say – schlichtweg vertrottelt hirnrissig dumm.
Wenn man sich dann noch in Erinnerung ruft, dass die BeamtInnen schlussendlich dem Staat unterstellt sind, also von uns, die wir uns an sie wenden, via Steuern bezahlt werden … wird einem leicht übel vor Wut (was den Herrn Crohn freut, mich aber hochgrantig werden lässt).

Der Rat, mich an die WKO zu wenden, fällt in die gleiche, nicht helfende Kategorie:
Ich bin keine Unternehmerin mehr. Daher auch kein Mitglied der Wirtschaftskammer. Daher geht da nix.

Der Konsumentschutz widerum mag mir vielleicht helfen, wenn ich meine eigenen Daten geschützt oder recherchiert haben will. Aber nicht bei einer Auskunft, ob ich verpflichtet bin, eben diese Daten von anderen zu schützen.

Und mir auf meine Kosten einen Rechtsbeistand zu nehmen, der sich die unausgegorene DSGVO zu Gemüte führt, um mir dann zu sagen, ob ich davon betroffen bin oder nicht … das kanns ja wohl auch nicht sein.

Als ich mein Sprache wieder fand, der auskunftsunwilligen Behördenfrau oben stehende Gründe aufzählte und meinen Unmut kundtat, kam nur noch ein schüchternes:

„… unsere Chefin hat gesagt, wir dürfen keine Rechtsauskunft geben … Sie können uns aber ja eine E-Mail schreiben.“

Wo da der Sinn war, erschloss sich mir nicht ganz. Denn wenn eine Auskunft am Telefon schon nicht möglich war, warum sollte das dann via E-Mail gehen? (nebenbei bemerkt sollen E-Mails datenschutzrechtlich unsicherer als WhatsApp Nachrichten sein 😉

Mit Ruhm überschüttet sich die Datenschutzbehörde da jedenfalls nicht. Daher ist ihr dieser Song explizit nicht gewidmet:
Fame

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Erkenntnis Nr. 2:
Wir haben eine Behörde, die den Datenschutz in erster Linie bei sich selbst ansetzt und keine Auskunft erteilt, um nicht von sich selbst belangt werden zu können …? #kannstedirnichtausdenken

Die Antwort, die mir die, auf ihre Sicherheit so bedachte DSB-Dame verweigerte, liefert mir das Internet mit zwei Klicks: Ich bin von der DSGVO betroffen und muss sie umsetzen.

Auch wenn diese Erkenntnis in der deutschen Version nicht so ganz klar ersichtlich ist. Denn da dürften sich auch ein paar Übersetzungs/Interpretations-Fehler eingeschlichen haben. Siehe hier, bei [Update 6.2.8]:

… Artikel 30 Abs. 5 ist in der Verordnung unrichtig übersetzt und daher missverständlich …

Was aber egal ist, denn im Zweifelsfall gilt die englische Originalversion. Muss man halt wissen.

Ein weiteres Mal wird die Sehnsucht nach weit weg nur zur musikalischen Reise: Oh Island in the Sun

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Erkenntnis Nr. 3:
Die DatenschutzgrundverordnungsübersetzerInnen haben offenbar das gemacht, was ich auch bei der Matura getan habe –  frei übersetzt, inkl. entsprechender, kreativer Stiländerungen. Fällt an sich unter „Themenverfehlung“. Nur who cares?

In weiterer Folge begab ich mich auf die Suche zur Umsetzung des Schmarrens und hatte einen großen Brocken an Infos abzugrasen. Der analoge Teil der DSGVO ist ja an sich klar und rel. flott umsetzbar. Da gibt es wunderbare Formulare (alle mit dem Vermerk, dass die Verfasser jedwede Haftung ablehnen, dass der Inhalt rechtskonform ist) und Seminare, Webinare, Workshops, Anleitung off- und online sonder Zahl. Wenn man sich mal in den krausen Beamtenrapp eingelesen hat, gehts eigentlich.

Besonderer Nebeneffekt: Mir vielen wieder alle Schimpfwörter ein, die ich in den letzten Jahren vergessen hatte … auf englisch, irisch, italienisch, tschechisch, wienerisch … ich wusste gar nicht, was für ein polyglottes Fluchreservoir ich in mir gespeichert hatte.

Das Positive daran: Da alle, die davon betroffen sind, irgendwie in einem Boot sitzen, gibt es viele, oh sooo viele Infos im Netz – großteils kostenfrei, möglicherweise umsonst, aber welcher Teil davon vergebens ist, wissen wir erst dann, wenn die ersten einschlägigen Urteilserkenntnisse da sind.

Hier nun ein kleiner tanzender Zwischenstopp, denn diese Erkenntnis muss man aus gesundheitlichen Gründen aus sich rausschütteln:
Cheap Thrills

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Erkenntnis Nr. 4:
Die Verordnung ist zwar schon seit zwei Jahren am Markt, aber keine Interessensvertretungen hat es bisher geschafft, rechtssichere Formulare und Anweisungen zur Umsetzung zu kreieren. Alle warten auf die ersten EU-GH Urteile und die davon Betroffenen hoffen unisono, nicht zu den armen Schweinen zu gehören, die sich vor Gericht um Klärung für alle bemühen müssen.

Weil da ein Lied zum Rausschütteln nicht reicht, hier noch ein zweites, wieder vom guten Harry Belafonte, dem die DSGVO erspart geblieben ist:
Jump in the Line

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Erkenntnis Nr. 5:
Man lernt beim Ausfüllen der vertrackten Formüllares seine eigenen Fluchspeicher neu kennen und läuft Gefahr, durch das permanente Kopfschütteln ein Schleudertrauma zu bekommen.

Das analoge Datenvieh war mühsam, aber zumindest gabs da immerhin schon Vorlagen, an denen man sich grob entlang handeln konnte.

Bloggumbautechnikirrsinn

Die Krux begann beim digitalen Umsetzen im Blog. Und da zeigte sich dann erst das wahre Gesicht dieses seltsamen EU-Datengeschwurbels. Offenbar haben sich die Urheber mit den aktuellen technischen Gepflogenheiten und Möglichkeiten nicht näher beschäftigt. Oder es war ihnen wurscht (=egal, auf österreichisch). Was dazu führt, dass man sich mit unendlich langen Datenschutzerklärungen, die man nun auf jeder Website haben muss, in Detailfällen herauslabbern muss, in der Hoffnung, dass das reicht und im Wissen, dass das keiner liest.

Doch halt!
Im dunkelsten Moment, nur Tage vor dem leidigen Stichtag, erhellte eine Aussage das Netz! Frau Vera Jourova verkündete in einem Zeit.de Interview, dass die DSGVO so easy sei, dass sogar sie das umsetzen können und wer sich nicht auskennt, kann sich gerne per Mail an sie wenden.

Was ich tat (und viele, viele andere auch).

Ich vermute mal, dass meine Mail, wie die der anderen auch, noch nicht durch den Sicherheitsdschungel, mit dem sich die datenschützenden UrheberInnen umgeben, durch ist und den Weg zu Frau Jourovas Büro sucht. Irgendwann wird sie landen und, sofern sie sich nicht vor dem Lesen mission-impossible-like selbst zerstört, wird mir in ein paar Jahren vielleicht ein berittener Datenschutzdiener eine hilfreiche Antwort übermitteln. Oder so.

Der passende Song dazu? Natürlich
Please, Mr. Postman

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Erkenntnis Nr. 5:
Die DSGVO-VerursacherInnen schwingen gern die große Lippe und haben ansonsten keinen blassen Tau vom realen Dasein, weder in der Off- noch in der Online-Welt.

Ein paar Wöchlein später erhellte besagte Dame neuerlich die Zeitungsblätter. Bei diesem Interview im Kurier erklärte sie, dass sie über 500 Mails erhalten habe und ihr Team angewiesen hat, die Fragen so einfach wie möglich zu beantworten. Ich vermute daher, dass das der Grund ist, warum ich noch nichts gehört habe (und ich kenne auch niemanden, der schon eine Antwort bekommen hat): Das Team sucht noch nach einfachen Antworten, auf nicht so einfach zu beantwortbare Fragen.

Da fragt man sich dann schon, ob man noch im gleichen Universum daheim ist und erinnert sich dankbar:
We belong

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Erkenntnis Nr. 6:
Im Punkte „Bürger via Medien veräppeln“ gebührt den DSGVO Verantwortlichen die blecherne Müllmedaille am löchrigen Band.

Facebookchaosurteil

Und dann war da noch das wunderbare Urteil des EU GH, dass kurz nach Inkraftretens der DSGVO erklärte, dass man als BetreiberIn einer FB-Seite für die Datenschutzverstöße von Facebook verantwortlich ist.

Auch wenn man als BetreiberIn null Einfluss auf den Umgang mit den, von Facebook gesammelten, Daten hat, weiters keine technischen Möglichkeiten hat um das zu verhindern oder eine Herausgabe der Daten zu ermöglichen.

Einmal mehr wartet man daher auf ein Morgen, an dem ein guter Engel sich bereit erklärt, Licht in dieses Dunkel zu bringen. Bis dahin hilft
Angel of the Morning aus.

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QnUIIyH1Go - Meine DSGVO-Reise, mit Musik und 8 Erkenntnissen

In der sehr coolen Deadpool-Version.

Erkenntnis Nr. 7:
Ich beginne langsam an die vielen Verschwörungstheorien zu glauben. Ich weiß nur noch nicht, welche so schräg ist, dass sie der Wahrheit am nächsten kommt.

Irgendwann habe ich mich dann in einer Pause mal spaßeshalber hingesetzt und die Webseiten unserer ehrwürdigen Behörden aufgerufen. Wobei ein Teil von mir hoffte, hier auf hilfreiche Vorzeigebeispiele zu stoßen.

Tja, der Teil sitzt weinend in der Ecke und fragt sich was das soll.

Denn als Vorbild ist weder die Seite des europäischen Parlaments noch die Website der österreichischen Datenschutzbehörde empfehlenswert. Bei letzterer findet man nicht mal über die Suchfunktion die Datenschutzerklärung. Es gibt eine, sie ist via Kontakt/Impressum und Runterscrollen zu finden.
So viel zu:“… die Datenschutzerklärung muss von jeder Seite gut sichtbar und mit einem Klick auffindbar sein …“

Wie singt Celine Dion so schön:

„What’s left to say?
These prayers ain’t working anymore
Every word shot down in flames
What’s left to do with these broken pieces on the floor?

Can beauty come out of Ashes?“

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Erkenntnis Nr. 8:
Man befiehlt dem Volk das eine und belässt es im eigenen Rayon beim anderen – alte Geschichte, neue Besetzung. Die Methode nennt man auch: mit zweierlei Maß messen.

Fazit

Ihr seht also, mir war nicht fad. Ich habe viel gelernt – über mich, die Behörden, Kommunikation, Blog-Technik und das man immer ein paar Songs in peto haben sollte, damit man den Fall der Laune und den Niedergang der Motivation auffangen kann.

Abschließend daher noch etwas Beflügelndes:
Wings

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Kleiner Tipp mit großer Wirkung:

Am besten bei jedem Song laut, falsch und mit Begeisterung mitsingen, tanzen, hopsen, shaken … what ever. Hauptsache die gute Laune landet wieder im Hirnstübchen. Denn mit einem Smiley im Face gehts einfach leichter, versprochen 🙂

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  1. Pingback: Morbus Schara? ... oder doch alter Schwede? - Lieber Herr Crohn

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