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#Kackverse – der etwas andere Blog-Aufruf

Es war einmal …

  • ein Infusionstag, wie jeder andere auch, wie alle 6 Wochen
  • der übliche Versuch, die Prozedur mittels Sarkasmus, Humor und ein paar Buchstaben aufzulockern
  • ein Spontanreimchen, also ein paar Wörter, die sich entfernt zu einem Gedicht zusammen fanden.
  • und eine Idee, die auf Basis dessen als Funke nach Bayern rübersprang und die gute Gitte Härter inspirierte, was dann umgekehrt mich motivierte:

Und so begab es sich, dass nach einem kurzen, ausgesprochen heiterem Twitter-Schwätzchen und ein paar Hin-und-Her-Mails die Idee Gestalt annahm und – voilá – we proudly present:

#Kackverse – verstoffwechselte POesie 🙂

Weil das Leben an sich nicht immer wonnig ist und es Situationen gibt, wo einem „die Sonne nicht aus dem Allerwertesten scheint“ (=ein wunderbarer Spruch von Sabine Dinkel, gefunden in ihrem Buch „Krebs ist, wenn man trotzdem lacht“ … übrigens auch ein geiler Scheiß, das Teil, und sehr empfehlenswert!)

Kackverse? … was´n´das?

Die Idee ist, sich mit den bösen Wörtern und beschissenen Themen inhaltlich auseinanderzusetzen, sie in Verse, Reime, Sprüche, Texte, was auch immer … zu gießen oder anderweitig zu verarbeiten (zeichen, malen, gestalten) – quasi verbalen oder optischen Kompost zu kreieren.

Alles darf sein, solange es sich irgendwie mit dem beschäftigt, was wir darmseits tagein, tagaus verstoffwechseln 🙂

Waruuuuum?

Weil das Leben manchmal ziemlich scheiße sein kann, aber das shit-Wort alleine dann zu wenig ist. Man braucht mehr, um die Kurve aus dem Tal nach oben zu nehmen: Über beschissene Dinge lachen zu können, entschärft die Situation, hilft einem, rascher wieder Fuß zu fassen, damit man das besch***eidene Schicksal kräftig in den Arsch treten kann und die Sonne auch an den Stellen lacht, wo sie normalerweise niemals scheint.

WIE?

Die wunderbare Gitte macht eine Mitmachaktion zu diesem Thema, hier gehts zu den Infos: #kackverse auf Schreibnudel.de

Hier, auf meinem Crohn-Blog lade ich euch ein, die Idee aufzugreifen, euch damit auseinanderzusetzen (man tut das ja eh täglich und manche eben mehr – also die mit CED und ähnlichen Erkrankungen haben da öfters Sitzungseinheiten).
Wer einen Blog hat, kann das gerne als offene Blogparade (die kein Enddatum hat) oder Blogstöckchen (=nehmen, bearbeiten, weitergeben) auffassen.

Wer etwas dazu schreibt oder malt oder sonstwie verarbeitet (also im übertragenen Sinn ;-): Bitte in den Kommentaren eine Info abgeben und wenn möglich auf diesen oder Gittes Blog verweisen – das wäre supernett! Und wie Gitte es so schön sagt: Die wahre Kunst besteht darin, dass es gerade eben nicht derb wird.
Nutzt bitte auf Twitter, Facebook, Instagram den Hashtag #kackverse – dann finden wir uns auch wieder 🙂

Wer keinen Blog hat, kann natürlich auch gleich direkt in die Kommentare reinphilosophieren – auch sehr willkommen 🙂

Beispiele gefällig?

Das Beitragsbild hier ist ein wunderbarer #kackvers, den mir mein lieber Papa vor unendlich vielen Jahren mal aufgezeichnet hat.
Eines von den vielen Dingen, die elterlicherseits vermutlich nicht dazu gedacht waren, im kindlichen Gemüt lange gespeichert zu werden. Aber solche Dinge habe ich mir immer schon leichter und länger gemerkt als lateinische Verben und ähnlich flüchtiger Schmarrn.

Von einer lieben Freundin wurde mir dieses Verslein überreicht:

Lieber Crohn, wie willst du heißen?
Weißt was, ist wurscht, geh einfach scheissen.
Waltraud P.

Dieses hier ist mir während einer … äh, Sitzung eingefallen:

Es gibt Menschen, die sind glücklich, einfach so
Die gehn sogar ohne Handy aufs Klo.
MiA

Ein weiters Verslein aus späteren Kindertagen, hat sogar literaturgeschichtliche Wurzeln.
Frei nach Friedrich Schiller (das Original kann man hier nachlesen):

Gefährlich ists den Leu zu wecken
Scharf ist auch des Tigers Zahn
Doch der schrecklichste der Schrecken ists
einen Kupferschmid am Arsch zu lecken
Denn da setzt sich Grünspan an
Der den Mensch vergiften kann.

Ihr seht: Es gibt viele mehr oder weniger heitere Möglichkeiten, sich mit dem Scheiß des Alltags auseinanderzusetzen, ihn zu entschärfen und ihn in etwas leichteres, bekömmlicheres zu verwandeln – und dazu wollen wir euch gerne einladen.

Also: Let´s do it – let the #kackverse-Poetry-Battle begin!

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