Neueste Artikel

Sammelklage2018 - Sammelklage

Sammelklage

Sehr wenig geehrte Virenkolonie,

Sie erhalten mit gleicher Post einen Räumungsbescheid und werden aufgefordert, meinen, von Ihnen befallenen, Körper binnen 12 Stunden zu verlassen, widrigenfalls ärztlicher und karmischer Seits drastische Maßnahmen ergriffen werden, die mit Ihrer völligen Delogierung und lebenslangen Verbannung einher gehen.

Ein Einspruch gegen diesen Entscheid ist sinnlos und wird bereits im Vorhinein rigoros abgelehnt.

Gezeichnet,

Michaela Schara

Liebes 2018,

Wir müssen reden.

Ich hatte ein paar vage Hoffnungen, ein paar hübsche Pläne und Ideen und ansonsten die besten Wünsche für dich (und mich und den Rest der Welt). Aber so, wie du dich die ersten Monate gebärdet hast, denke ich, dass mein Vertrauensvorschuss verschwendet war.

Echtkrank - "Echt krank!"

„Echt krank!“

„… sowas von krank!“
„… wie krank ist das denn?!“
„… du bist echt krank!“

Ja, bin ich. Also krank.
Aber so, wie es die obigen Aussagen inhaltlich NICHT meinen.

Sprache ist spannend, weil lebendig und immer am Verändern. Man denke nur an das Adjektivchen „geil„, dass zu Zeiten meiner Großmutter für besonders fette Speisen galt (z.B. Tante Lintschis unnachahmliche, alle Kalorienvorgaben sprengende Nusstorte)
In meiner Jugend verband man damit verschämt und zottig den Zustand sexueller Erregung. In heutiger Zeit geht es wieder retour zu den Wurzeln. Da wird es als „fett“ übersetzt, wenngleich eher im unkulinarischen Sinne: als Synonym für „besonders toll„.

LogoCrohn600 - Heilsames Getippsel

Heilsames Getippsel

Ein Beitrag zur Blogparade auf Unruhewerk.de:
50plus-Blogger/innen – hilft euch das Schreiben? Wenn ja, wobei?

Maria Al-Mana vom Blog Unruhewerk.de hat diese Blogparade gestartet und ich bin per Zufall dieser Tage darüber gestolpert. In den Details weiter unten stand dann noch dieses:

„… und wenn auch noch Krankheiten oder Lebensumbrüche im Spiel sind, muss man fast gar nicht mehr drüber reden: Schreiben wird zur Therapie. Würde das sehr gern mal thematisieren! Wäre toll, es beteiligt sich jemand, der aus diesen Gründen schreibt!…“

Tja, nun – das muss diese „Berufung“ sein, von der man immer wieder liest 😉 Im Sinne von: Da hat wer eine Frage an mich gestellt und nur den Namen vergessen dazu zu schreiben.

MiAmitIvanundIgor 001 e1518433296310 - Igor, Ivan und eine Buchverlosung mit Smile-Garantie

Igor, Ivan und eine Buchverlosung mit Smile-Garantie

Gestatten, ich möchte euch zwei neue Begleiter in meinem Leben vorstellen:

Igor, am linken Arm
Ivan, am rechten Arm

Meine Ellbogengelenke und die Rundummuskulatur haben sich, aus nicht nachvollziehbaren, mir bis dato unbekannten Gründen, dazu entschlossen, dauerhaft in den Schmerzstreik zu treten. Epicondylitis oder Golfer-Ellbogen, nennt das der Sportarzt, und meint, dass den nicht nur GolferInnen bekommen.
Was mich wenig tröstet. Ich spiele weder Golf noch Tennis, bewege mich moderat, versuch nix zu übertreiben … keine Ahnung warum dieses Nobelaua bei mir eingezogen ist.

Damit das Übel sich wieder zurückbildet gibt es Physiotherapieübungen, Anti-Schmerzsalbe in zweierlei Gestalt und eben Igor und Ivan: Meine beiden Schienen, die ich mir schon vor dem Teetassenheben in der Früh an die Unterarme schnalle und erst abends, beim Schlafengehen, wieder abnehme.

HamsterKO 1 e1517483846406 - Hamster-Knock-Out

Hamster-Knock-Out

Alle sechs Wochen trete ich an.
Nicht als Boxer(in), nicht als RichterIn.
Nein: ich bin der Ring, in dem gecatcht wird.
Für einen guten Zweck und mit gutem Erfolg.

Das einzig Doofe daran: Ich bin die, die danach ko am Boden liegt.

Die Sparringpartner matchen sich, mein Favorit gewinnt und haut den Gegner, den lieben Herrn Crohn, in den Gulli. Das ist toll.
Aber der Side-Effect dabei ist, dass der Ring, mein Körperchen nämlich, dabei auf die Reservebank geschickt wird und ich einen Tag im halbdusseligen Dösdaumel verbringe.

Der Favorit, der sich hier so schlagkräftig durchsetzt, ist das Wundermittel, das seit mittlerweile über 3 Jahren die tragende Säule meiner Crohn-Therapie ist: Vedolizumab – Markenname Entyvio. Eine Infusionslösung, die alle 6-8 Wochen, je nachdem wie ko-resistent der Crohn ist, verabreicht wird.

Januariger Novemberblues

Soll ich sagen …?

Sag ich nicht …!

Oder doch …?

In meiner Jugend gab es eine Sendung namens Am Dam Des. Ich mochte sie nicht so, aber die Auswahl an „altersadäquaten“ Kindersendungen war gering und dann und wann hab ich sie dann halt doch gesehen.

Fixer „Bestandteil“ dieser Sendung: der Clown Enrico.
Den mochte ich gar nicht.

Was nicht an ihm lag, sondern daran, dass ich Clowns nicht mag.
Die Clowns können nichts dafür, ich hatte auch kein traumatisches Erlebnis mit ihnen. Sie sind mir schlichtweg nicht geheuer und machen mit eher traurig denn froh.

Dieser Clown jedenfalls hatte einen Standardspruch, wenn er etwas wusste, es aber nicht gleich sagen wollte: „Soll ich sagen? Sag ich niiiiicht!
Das kam 3-4 mal und dann hat er es schlussendlich doch gesagt.

Dusche und Pfirsich web - Das Teil ist für den ... Po - und macht glücklich (sponsored)

Das Teil ist für den … Po – und macht glücklich (sponsored)

Nun ist es soweit und ich schreibe hier, auf lieberherrcrohn.at, meinen ersten sponsored-Post – wie man das halt so nennt, wenn man ein Produkt unentgeltlich zur Verfügung gestellt bekommt, um es zu testen und darüber zu schreiben. 

Und mein erster derartiger Beitrag ist so richtig für den … Po. Also vom Produkt her. Also das Produkt ist für den Po, aber im positiven Sinne. 

Ok. Der Anfang wird nicht besser.
Also nochmal von vorne: 

Es gibt Dinge, die kann man sich nicht vorstellen – ich hätte mir nie gedacht, dass sich mein erster, gesponserter Beitrag hier um einen Gegenstand dreht, der optimal für den menschlichen SüdPOl geeignet ist.

Collage - Leben mit Morbus Crohn - 9 Tipps für Angehörige: Abschluss, Bücher & Links

Leben mit Morbus Crohn – 9 Tipps für Angehörige: Abschluss, Bücher & Links

Der letzte Beitrag meiner Gastbeitragsserie, die auf mytherapy.com veröffentlicht wurden, ging am 2. November online … in der Zeit war ich aber mal wieder mit lästigen, crohnischen Dingen beschäftigt und teils mit anderen, freudvoll-lebenstechnischen – zum Beispiel mit einem wichtigen Punkt auf meiner Löffelliste 😉

Darum hat es ein wenig gedauert, bis ich es geschafft habe, mich wieder in den Schreibmodus zu beamen. Aber nun:

Im neunten und letzten Teil der Tipp-Reihe für Angehörige von PatientInnen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen geht es um weiterführende Infos, Bücher und Links. Weil ich zwar viel, aber eben nicht alles beschreiben, erzählen, wissen und weitergeben kann… und weil auch andere viel, hilfreiches, wissenswertes und nützliches geschrieben haben:

Loeffelliste e1506522208906 - Meine situativ-finale Löffelliste - und eine Verlautbarung

Meine situativ-finale Löffelliste – und eine Verlautbarung

Alle Jahre wieder ruft der Totenhemd-Blog im November zu einer Blogparade auf. Ich war die letzten beiden Male dabei – und heuer mache ich zum dritten Mal mit. Meine früheren Blogbeiträge zu diesem allherbstlichen Bloghighlight sind hier und hier zu finden.
Das Thema ist auch heuer wieder ein sehr feines und – wie es der Zufall will 😉 – gerade sehr stimmig für mich: Es geht um die Löffelliste.
Also all das, was man tun, machen, erleben will, ehe man den Löffel final abgibt und sich im Holzpyjama zur letzten Ruhe bettet (oder betten lässt).

Schaukel - Was man unter allen Umständen braucht, wenn man Crohn hat

Was man unter allen Umständen braucht, wenn man Crohn hat

Es gibt viele Dinge, auf die man gerne verzichten kann, wenn man mit einer Chronisch-Entzündlichen Darmerkrankung „gesegnet“ ist – in erster Linie natürlich auf die Krankheit selbst.
Es gibt auch einige Dinge, die man sehr gerne hätte, wenn man sich mit so einem Scheiß einer Sache herumquält – Trost und Zuspruch sind nur zwei davon, ein immer sauberes, stehts bereites Klo in der Nähe, ist ein weiteres und bitte, bitte, bitte endlich eine Therapie, die einem nicht noch mehr Probleme verursacht, als man ohnehin schon kaum bewältigen kann.

Aber es etwas, ohne dem man echt aufgeschmissen ist: Glück.

Warum, wieso und vor allem wobei man das braucht, steht im im achten und vorletzten Teil der Tipp-Reihe für Angehörige, die als Gastbeiträge auf mytherapyapp.com im 2-wöchigen Abstand erscheinen: