Alle Artikel mit dem Schlagwort: Links

Linktipp: „You Don’t Need Pain Medicine“ – Wenn man Schmerzen hat und nicht ernst genommen wird

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen und Schmerzmittel sind ein teuflisches doofes Ding – weil einerseits braucht man was, damit man im Fall des Falles nicht nur auf hilfloses Zähnezusammenbeißen angewiesen ist. Andererseits aber tun einem die nun mitunter auch nicht wirklich gut und können  den Schmerz vielleicht eindämmen, andererseits aber auch den Crohn anheizen.

Eine sorgsam überlegte Schmerzmedikation ist also etwas, das man gut mit seiner*seinem Gastroenterologen*in besprechen soll. Und der*die sollte gut zuhören und auch die Erfahrungen des*der Patient*in berücksichtigen. Teamwork – einmal mehr.
Dumm ists aber, wenn der*die Doc einem nicht ernst nimmt und weder die Erfahrung noch den möglichen Bedarf in Erwägung zieht.

Hier ein (englischer) Fallbericht mit einem herzlichen Appell an Mediziner*innen und Patient*innen:

Links der letzten Zeit, Teil 3: englische Infos – links from english sites

Nr. 1 ist ein berührender Artikel über die Gefühle, die einen überkommen, wenn man erfährt, dass es keine Therapie gibt.
What It Feels Like When You’ve Been Told There’s No Cure

Nr. 2 ist ein kleines Quiz über CED (IBD)
IBD Quiz! Test Your Knowledge of Crohn’s and Colitis!

Nr. 3 CED (Chronisch Entzündliche Darmerkrankungen) bedeutet im englischen IBD und steht für Inflamatory Bowel Disease – und noch für einiges anderes:
Urban Dictionary – IBD

Links der letzten Zeit, Teil 2: neues aus der Studienwelt

Nr. 1 bringt News aus dem Bereich Impfen, was ja mitunter für viele CED Patient*innen mit künstlicher Immunsuppression ein Thema ist.
Empfehlung: Anders impfen bei Immunschwäche

Nr. 2 versucht der Frage auf den Grund zu gehen, ob eine glutenfreie Ernährung grundsätzlich besser ist.
Glutenfrei für alle?

Nr. 3 ist dem Mysterium des löchrigen Darms auf der Spur:
Leaky Gut Syndrom: Mythos löchriger Darm

Links der letzten Zeit, Teil 1: schräg & informativ

Nr. 1 kommt aus der Wissenschaft und ich wage zu behaupten, dass das für alle, die immer wieder mit Durchfall zu tun haben, ein Segen sein könnte. Zumindest würde sich damit eine neue Einnahmequelle eröffnen:
Exkremente sollen Autos antreiben

Nr. 2 geht in eine ähnliche Richtung, vom Thema her. Hier gehts darum, das mögliche Konsumgut von oberhalb fachgerecht zu klassifizieren.
Wie gut kennst du deinen Stuhl? – Infokarte
Scherz ohne: Das macht durchaus Sinn. Schon alleine, damit man bei entsprechenden Untersuchungen auch eine fachlich hilfreiche Antwort abliefern kann.

Nr. 3 bleibt dann auch gleich beim Eingangs begonnenen Thema. In diesem Video lernt man, wie man richtig sitzt, bei der nächsten Sitzung. Weils eben nicht sch***egal ist:
Richtig sitzen auf der Toilette

Linktipp: Is your gut making you sick? – Macht dich dein Darm krank?

Ein lesenswerter Linktipp in englisch über die Rolle unseres Darms und wie er unser gesamtes Dasein beeinflusst:

Is your gut making you sick?

Macht uns unser Darm krank?

Für Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen ist das eine „Henne-oder-Ei“-Frage. Denn mit Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa hat man nicht nur eine Dauerbaustelle und immense Schwachstelle im Bauch, sondern meist auch noch ein ganzes Paket anderer Special Effects zusätzlich gebucht.

In den letzten Jahren hat man der Rolle, die unser Darm im gesamten Gesundheitskontext spielt, wesentlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Unser Bauchhirn hat unheimlich viel Power und noch mehr Einflussbereich. Nicht nur im Bauchraum, auch auf unsere Psyche, unser gesamtes Wesen und natürlich auch auf den Rest des Körpers.

Daydreams - Tagträume

Rückblick, Vorschau und Überhaupt

Uff.

Die letzen Wochen waren dicht – an Erlebnissen jeder Art, an Vorkommnissen drumrum und generell scheint 2016 ein sehr intensives Jahr zu sein, für viele. Für mich auf jeden Fall.

Nach einer großen OP, die mir einiges an Angst beschert, aber auch viel Übel genommen hat, geht es mir vorsichtig gesagt leicht stabil besser und das ist schon sehr viel. Ich wünsche mir jedenfalls, dass mein Herr Crohn diesen Einschnitt als Ausstiegskarte für einen laaangen Urlaub nutzt.

Kurz danach hat es mich dann anderes gebeutelt – das Leben schenkt einem fallweise wirklich nichts und wenn, dann nur Dinge, an denen man länger zu kauen hat. So mein Eindruck aktuell. Darum habe ich beschlossen, mir für die nächsten Wochen eine selbstbestimmte, erholsame und vor allem (hoffentlich!) friedliche Auszeit zu schenken. Warum, wieso, weshalb kann man auf meinem anderen Blog nachlesen: Rückzug in die Villa Sehnsucht.

Ein Interview!

Die wunderbare Gitte Härter, deren Blogs seit langem zu meinem All-Time-High-Favourites zählen und die ich jedem, der sich auch nur ansatzweise mit Schreiben, Bloggen, Wörtern beschäftigt, empfehle, also diese wunderbare Gitte hat mich interviewt! Und ich bin nach wie vor sehr von den Socken ob der Freud´und Ehr 🙂

Die Fragen hat sie mir schon vor einiger Zeit geschickt, aber der Herr Crohn und das Leben waren leider nicht so kooperativ, dass sie mir Raum zum Antworten gegeben hätten. Nun aber hat es gepasst und seit heute ist das Interview in voller Pracht, inklusive Bildern im Netz. Es geht darum, wie-woher-warum ich über den Crohn und das damit verbundene Dasein blogge, wie alles begann, was daraus werden soll, usw. usf.

Aus dem Bauch, vom Hirn aufs Blatt – wie ich schreibe

Patricia hat mir beim Beitrag Expressives Schreiben einen Kommentar mit einer Frage hinterlassen: „Wie gelingt es Dir, alles aus dem Hirn zu Papier zu bringen?

Ich wollte zuerst eine Antwort direkt in die Kommentare hineinschreiben. Doch die Antwort wurde länger und länger und immer vielschichtiger. Also ist es nun ein eigener Blog-Beitrag geworden. Auch weil ich diese Frage schon öfter gehört habe, in Variationen.

Das Thema passt zwar auf den ersten Blick nicht in meinen Crohn-Blog – hier geht es ja nicht um Schreib & Kreativitätstipps. Andererseits hoffe ich, dass sich andere von meinem Tun vielleicht inspirieren lassen und selbst beginnen, ihre Ideen und Erlebnisse aufzuschreiben. Egal ob es sich um Crohn oder andere Probleme im Dasein handelt.

LieberHerrCrohnBuch

Der Lange Tag des Darms, der liebe Herrn Crohn und ich

LangerTagDesDarms_FlyerIch freue mich sehr: Am Sa., 11. Juni 2016, ist wieder der Lange Tag des Darms, zum zweiten Mal, und wieder im Museumsquartier in Wien. Das allein ist schon toll, weil es zeigt, dass unser Bauchmotor endlich etwas mehr Wertschätzung bekommt.

ABER ich freue mich auch zusätzlich sehr, weil ich eingeladen wurde, am Vormittag aus meinem Buchmanuskript ein paar Briefe an den Lieben Herrn Crohn vorzulesen 🙂
UUUND: einige meiner Zeichnungen werden ausgestellt! 🙂

Außerdem gibt es ein 20m langes, begehbares Darmmodell, man kann an einer Puppe koloskopieren üben und es gibt jede Menge Fachvorträge zu den Schwerpunktthemen

  • Chronisch entzündliche Darmerkrankungen
  • Darm und Psyche
  • Ernährung, Mikrobiom und Krebsvorsorge
  • Darmbakterien

Weiters: Präsentationen der Selbsthilfegruppen, interaktive Stationen und Informationsstände…

Linktipp: Du bist nicht allein. Zumindest im Bauch.

Den Spruch „Wer bin ich und wenn ja, wieviele“ ist meiner Meinung nach immer die intellektuelle Version von „Du bist aber auch nicht ganz allein“ gewesen. Bei letzterem bezieht sich das aber weniger auf unser inneres Team, sondern dass man nicht ganz dicht ist, also einen Sprung in der Schüssel hat.

Nun hat sich aber im Lauf der letzten Jahre einiges getan, am Wissensstand über unser physisches Innenleben, speziell was die Besiedlung unseres Darms betrifft. Insofern kann man die Frage, nach dem „Wieviele?“ mit einem „hoffentlich ausreichend“ beantworten. Die Rolle unserer Darm-Mitlebenwesen ist größer als ursprünglich angenommen: