Alle Artikel in: Allgemein

In dieser Kategorie landen alle Beiträge, die nirgends reinpassen, aber doch hierher gehören.

Echtkrank - "Echt krank!"

„Echt krank!“

„… sowas von krank!“
„… wie krank ist das denn?!“
„… du bist echt krank!“

Ja, bin ich. Also krank.
Aber so, wie es die obigen Aussagen inhaltlich NICHT meinen.

Sprache ist spannend, weil lebendig und immer am Verändern. Man denke nur an das Adjektivchen „geil„, dass zu Zeiten meiner Großmutter für besonders fette Speisen galt (z.B. Tante Lintschis unnachahmliche, alle Kalorienvorgaben sprengende Nusstorte)
In meiner Jugend verband man damit verschämt und zottig den Zustand sexueller Erregung. In heutiger Zeit geht es wieder retour zu den Wurzeln. Da wird es als „fett“ übersetzt, wenngleich eher im unkulinarischen Sinne: als Synonym für „besonders toll„.

LogoCrohn600 - Heilsames Getippsel

Heilsames Getippsel

Ein Beitrag zur Blogparade auf Unruhewerk.de:
50plus-Blogger/innen – hilft euch das Schreiben? Wenn ja, wobei?

Maria Al-Mana vom Blog Unruhewerk.de hat diese Blogparade gestartet und ich bin per Zufall dieser Tage darüber gestolpert. In den Details weiter unten stand dann noch dieses:

„… und wenn auch noch Krankheiten oder Lebensumbrüche im Spiel sind, muss man fast gar nicht mehr drüber reden: Schreiben wird zur Therapie. Würde das sehr gern mal thematisieren! Wäre toll, es beteiligt sich jemand, der aus diesen Gründen schreibt!…“

Tja, nun – das muss diese „Berufung“ sein, von der man immer wieder liest 😉 Im Sinne von: Da hat wer eine Frage an mich gestellt und nur den Namen vergessen dazu zu schreiben.

MiAmitIvanundIgor 001 e1518433296310 - Igor, Ivan und eine Buchverlosung mit Smile-Garantie

Igor, Ivan und eine Buchverlosung mit Smile-Garantie

Gestatten, ich möchte euch zwei neue Begleiter in meinem Leben vorstellen:

Igor, am linken Arm
Ivan, am rechten Arm

Meine Ellbogengelenke und die Rundummuskulatur haben sich, aus nicht nachvollziehbaren, mir bis dato unbekannten Gründen, dazu entschlossen, dauerhaft in den Schmerzstreik zu treten. Epicondylitis oder Golfer-Ellbogen, nennt das der Sportarzt, und meint, dass den nicht nur GolferInnen bekommen.
Was mich wenig tröstet. Ich spiele weder Golf noch Tennis, bewege mich moderat, versuch nix zu übertreiben … keine Ahnung warum dieses Nobelaua bei mir eingezogen ist.

Damit das Übel sich wieder zurückbildet gibt es Physiotherapieübungen, Anti-Schmerzsalbe in zweierlei Gestalt und eben Igor und Ivan: Meine beiden Schienen, die ich mir schon vor dem Teetassenheben in der Früh an die Unterarme schnalle und erst abends, beim Schlafengehen, wieder abnehme.

HamsterKO 1 e1517483846406 - Hamster-Knock-Out

Hamster-Knock-Out

Alle sechs Wochen trete ich an.
Nicht als Boxer(in), nicht als RichterIn.
Nein: ich bin der Ring, in dem gecatcht wird.
Für einen guten Zweck und mit gutem Erfolg.

Das einzig Doofe daran: Ich bin die, die danach ko am Boden liegt.

Die Sparringpartner matchen sich, mein Favorit gewinnt und haut den Gegner, den lieben Herrn Crohn, in den Gulli. Das ist toll.
Aber der Side-Effect dabei ist, dass der Ring, mein Körperchen nämlich, dabei auf die Reservebank geschickt wird und ich einen Tag im halbdusseligen Dösdaumel verbringe.

Der Favorit, der sich hier so schlagkräftig durchsetzt, ist das Wundermittel, das seit mittlerweile über 3 Jahren die tragende Säule meiner Crohn-Therapie ist: Vedolizumab – Markenname Entyvio. Eine Infusionslösung, die alle 6-8 Wochen, je nachdem wie ko-resistent der Crohn ist, verabreicht wird.

Januariger Novemberblues

Soll ich sagen …?

Sag ich nicht …!

Oder doch …?

In meiner Jugend gab es eine Sendung namens Am Dam Des. Ich mochte sie nicht so, aber die Auswahl an „altersadäquaten“ Kindersendungen war gering und dann und wann hab ich sie dann halt doch gesehen.

Fixer „Bestandteil“ dieser Sendung: der Clown Enrico.
Den mochte ich gar nicht.

Was nicht an ihm lag, sondern daran, dass ich Clowns nicht mag.
Die Clowns können nichts dafür, ich hatte auch kein traumatisches Erlebnis mit ihnen. Sie sind mir schlichtweg nicht geheuer und machen mit eher traurig denn froh.

Dieser Clown jedenfalls hatte einen Standardspruch, wenn er etwas wusste, es aber nicht gleich sagen wollte: „Soll ich sagen? Sag ich niiiiicht!
Das kam 3-4 mal und dann hat er es schlussendlich doch gesagt.

Loeffelliste e1506522208906 - Meine situativ-finale Löffelliste - und eine Verlautbarung

Meine situativ-finale Löffelliste – und eine Verlautbarung

Alle Jahre wieder ruft der Totenhemd-Blog im November zu einer Blogparade auf. Ich war die letzten beiden Male dabei – und heuer mache ich zum dritten Mal mit. Meine früheren Blogbeiträge zu diesem allherbstlichen Bloghighlight sind hier und hier zu finden.
Das Thema ist auch heuer wieder ein sehr feines und – wie es der Zufall will 😉 – gerade sehr stimmig für mich: Es geht um die Löffelliste.
Also all das, was man tun, machen, erleben will, ehe man den Löffel final abgibt und sich im Holzpyjama zur letzten Ruhe bettet (oder betten lässt).

Arschkarte Crohn - Misanthrope Frustritis? Die Arschkarte hilft

Misanthrope Frustritis? Die Arschkarte hilft

Es gibt Situationen im Leben, die bringen einen an Grenzen, auf die man gerne verzichten möchte. Dann und wann sorgt das dann für zwischenmenschliche Situationen, die im unmittelbaren Umfeld für heftige athmosphärische Störungen sorgen.
Zum Beispiel …

  • … das Warten auf eine gefürchtete Diagnose.
  • … miese Tage, die schon am Abend zuvor begonnen haben.
  • … Gemütsgewitter mit heftigem Tränenfall, wenn einem mal wieder alles zuviel wird.
  • … Gewohnheitsschmerzen, an die man sich nicht gewöhnen will oder kann.
  • … dunkle Launewolken mit Beziehungsblitzen, weil das Dasein mit einer Behinderung, Erkrankung, Beeinträchtigung nicht so locker flockig vom Stapel läuft.

… und vieles mehr.

Alles Zutaten, die in nullkommanix eine misanthrope Frustritis auslösen können. Noch nie davon gehört? Aber sicher schon mal erlebt:

TherapeutischesRumschlunzen sm - Therapeutisches Rumschlunzen

Therapeutisches Rumschlunzen

Bevor man sich zu sehr zerspragelt und damit den Tag verschwurbelt, ist es gut sich ein wenig oder mehr dem therapeutischen Rumschlunzen hinzugeben.

Nein, ich hab kein halluzinogenes Kraut geraucht und bin auch nicht gegen eine Wand gedonnert (oder habe mir das Köpfchen woanders innerlich geschädigt).

Top Bauchhelden Blogs 2017 Badge - Die Top Bauchhelden Blogs 2017 - und LieberHerrCrohn.at ist dabei!

Die Top Bauchhelden Blogs 2017 – und LieberHerrCrohn.at ist dabei!

Es gibt Tage, die schmecken nach Schokolade … und zwar reuelos 😉
Der heutige zum Beispiel: Mein Crohn Blog wurde von MyTherapyapp.com in die Liste der 15 Top Bauchhelden Blogs aufgenommen!

Entzündliche Darmerkrankungen und Reizdarm: Diese 15 Blogger teilen, wie sie Symptome und Behandlung im Alltag meistern

… Wir haben das Netz nach Blogs durchforstet, die beim alltäglichen Umgang mit Colitis Ulcerosa, Morbus Crohn und dem Reizdarm-Syndrom helfen. Sie lassen sich nicht stigmatisieren sondern sprechen offen über Symptome, Behandlung, Medikamente und ihre persönlichen Kniffe zum Meistern des Alltags. So brechen sie mit dem Tabu und helfen auch anderen Betroffenen. Die besten 15 dieser Blogs stellen wir heute vor … weiterlesen

CrohnSchublade 1000 - Soll man sich outen? - Liebe Gitte Härter, ...

Soll man sich outen? – Liebe Gitte Härter, …

Liebe Gitte,

du hast dir in einem Blogbeitrag ein paar Gedanken dazu gemacht, ob man sich im Falle einer ernsthaften Erkrankung outen soll, wörtlich: Ernsthaft krank geworden und darüber bloggen? 5 Fragen, die ich mir stellen würde

Erstmal vielen Dank dafür! Denn damit berührst du eines der großen Tabuthemen in unserer vielzitierten Leistungsgesellschaft, wo man dauerhaft jung-gesund-glücklich-erfolgreich-happy durch eine perfekte Welt lustwandeln soll. Alt-krank-traurig-erfolglos-unglücklich ist hochgradig uncool, lästig und im höchsten Maße suspekt. Vielleicht isses ja sogar ansteckend? Sowas kehrt man lieber aus dem Weg und das am besten hinterm Rücken, dem eigenen.

Blöd wirds, wenn es einen dann selbst trifft und man auf einmal auf der anderen Seite seiner Vorurteile landet. Soll man das nun an die große, internette Glocke hängen oder lieber, in gehabter Weise, zudecken und still-schweigen?