Alle Artikel mit dem Schlagwort: Forschung

Und dann liest man seinen Namen plötzlich in der Zeitung:

Google Alert wars, die praktische Funktion, die einem meldet, wenn bestimmte Schlagworte, die man vorab definiert, im Netz auftauchen.

In diesem Fall wars mein Name und beim Klick auf den Link landete ich hier:

Morbus Crohn – Ständig herrscht Alarm

Von Martin Krenek-Burger
auf www.aerztezeitung.de

Ein supertoller Artikel rund um eine App, die gesunden Menschen ein Gefühl gibt, was es heißt, mit Morbus Crohn leben zu müssen! ABSOLUTE LESEEMPFEHLUNG!
(Nicht nur, weil ich in einem Absatz erwähnt werde 😉

Einzig das mit dem übermäßigen Haarwuchs im Gesicht ist mir neu und ich habs auch noch nie von irgendwem so gehört. Möglich ist es, denn das Cortison und die anderen Medikamente, die da so bei der Therapie zum Einsatz kommen, können schon sehr mühsame Nebenwirkungen produzieren (ich muss mich dennoch nicht rasieren ;).

Linktipp: Is your gut making you sick? – Macht dich dein Darm krank?

Ein lesenswerter Linktipp in englisch über die Rolle unseres Darms und wie er unser gesamtes Dasein beeinflusst:

Is your gut making you sick?

Macht uns unser Darm krank?

Für Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen ist das eine „Henne-oder-Ei“-Frage. Denn mit Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa hat man nicht nur eine Dauerbaustelle und immense Schwachstelle im Bauch, sondern meist auch noch ein ganzes Paket anderer Special Effects zusätzlich gebucht.

In den letzten Jahren hat man der Rolle, die unser Darm im gesamten Gesundheitskontext spielt, wesentlich mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Unser Bauchhirn hat unheimlich viel Power und noch mehr Einflussbereich. Nicht nur im Bauchraum, auch auf unsere Psyche, unser gesamtes Wesen und natürlich auch auf den Rest des Körpers.

Der Lange Tag des Darms, der liebe Herrn Crohn und ich

LangerTagDesDarms_FlyerIch freue mich sehr: Am Sa., 11. Juni 2016, ist wieder der Lange Tag des Darms, zum zweiten Mal, und wieder im Museumsquartier in Wien. Das allein ist schon toll, weil es zeigt, dass unser Bauchmotor endlich etwas mehr Wertschätzung bekommt.

ABER ich freue mich auch zusätzlich sehr, weil ich eingeladen wurde, am Vormittag aus meinem Buchmanuskript ein paar Briefe an den Lieben Herrn Crohn vorzulesen 🙂
UUUND: einige meiner Zeichnungen werden ausgestellt! 🙂

Außerdem gibt es ein 20m langes, begehbares Darmmodell, man kann an einer Puppe koloskopieren üben und es gibt jede Menge Fachvorträge zu den Schwerpunktthemen

  • Chronisch entzündliche Darmerkrankungen
  • Darm und Psyche
  • Ernährung, Mikrobiom und Krebsvorsorge
  • Darmbakterien

Weiters: Präsentationen der Selbsthilfegruppen, interaktive Stationen und Informationsstände…

Gedanken und Wünsche zum 19. Mai

Liebe Leute,

der 19. Mai ist für die meisten von euch ein 08/15 Tag, nichts Besonderes. Vielleicht müsst ihr arbeiten, vielleicht habt ihr frei und wenn wir alle Glück haben, dann haben wir schönes Wetter – das wäre insofern toll, als der 19. Mai in Amerika als Tag der Mai-Sonne gefeiert wird, engl. National May Ray Day. Zugleich ist der 19. Mai dort auch der inoffizielle Malcom-X-Day, der Gedenktag für den schwarzen Bürgerrechtler.

In Wikipedias Liste von Gedenk- und Aktionstagen findet sich am 19. Mai aber kein Eintrag. Was seltsam ist, denn in der Türkei ist der 19. der Gedenktag an Atatürk und zugleich Tag der Jugend und des Sports. Am Tag davor ist, lt. Wiki, internationaler Museumstag, am Tag danach der deutsche Venentag.

Linktipp: Du bist nicht allein. Zumindest im Bauch.

Den Spruch „Wer bin ich und wenn ja, wieviele“ ist meiner Meinung nach immer die intellektuelle Version von „Du bist aber auch nicht ganz allein“ gewesen. Bei letzterem bezieht sich das aber weniger auf unser inneres Team, sondern dass man nicht ganz dicht ist, also einen Sprung in der Schüssel hat.

Nun hat sich aber im Lauf der letzten Jahre einiges getan, am Wissensstand über unser physisches Innenleben, speziell was die Besiedlung unseres Darms betrifft. Insofern kann man die Frage, nach dem „Wieviele?“ mit einem „hoffentlich ausreichend“ beantworten. Die Rolle unserer Darm-Mitlebenwesen ist größer als ursprünglich angenommen:

Linktipp: Expressives Schreiben – Schreiben als Therapie

Da lebt man so vor sich hin, bekommt vom Karma ein paar Prügel vor die Füße geworfen und wenn man sich von dem Sturz erholt hat (und einen kräftigen Fluch losgelassen hat), dann versucht man sich damit zu arrangieren. Einen Weg zu finden, wie man mit dem Stolperfall umgeht, den Fall abarbeitet und möglichst gut weiterlebt und mit den Folgen leben lernt. Jeder findet da seinen (und natürlich auch ihren) eigenen, speziellen Weg.

Und wenn man dann einige Zeit etwas so, auf diese spezielle, individuelle Weise getan hat, kommt auf einmal eine Info aus der großen weiten Welt, dass das, was man das so für sich als hilfreich er/gefunden hat, einen Namen hat und auch von anderen als sinnvoll erkannt und bestätigt wurde.

Wir sind die Marionetten unserer Darmbakterien …

… sagt der Hirnforscher John Cryan

„Die Darmflora hat Einfluss auf sämtliche Aspekte unserer Gesundheit … „

… und …

„Bakterien waren da, lange bevor das menschliche Gehirn zu dem wurde, was es heute ist. Sie hatten einen wesentlichen Einfluss auf unsere Gehirnentwicklung und auch darauf, dass wir soziale Wesen wurden. Denn davon profitieren die Bakterien: In Sozialgefügen können sie sich wesentlich einfacher vermehren. Im Grunde sind wir die Marionetten unserer Darmbakterien.“

Das ganze Interview gibt es hier: der Standard – Hirnforscher: „Wir sind die Marionetten unserer Darmbakterien.“