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Nix Schei*** drauf! Redet darüber.

Es gibt Worte, die wandern einem tagein, tagaus flott über die Lippen. Die damit verbundenen Floskeln sind toleriert, im Sprachgebrauch üblich und fallweise sogar hipp und cool – holy shit, zum Beispiel, der fallweise auch unheilig, aber dafür important sein kann, aber nie sch***egal ist, denn fallweise ist der Schei* auch heiß, was dann etwas besonders Tolles ist.

Wenn es aber darum geht, dass man über den eigentliche Inhalt des Wortes ein paar Wörter verliert, sind alle peinlich berührt und es kommt ihnen kein Furz über die Lippen … um das nächste „böse“ Wort zu bemühen, dass man im Alltag oft auf heiße Wortluft bezieht, aber im körperlichen Bereich weder hören, noch spüren und schon gar nicht – Himmel hilf! – riechen will. 

Blöd nur, wenn man aus gesundheitlicher Sicht gezwungen ist, die Dinge inhaltlich beim schmutzigen Namen zu nennen. Oder einem dann und wann was Menschliches in einer Art und Weise passiert, wie man es sich seit Babytagen nicht mehr erlaubt hat.

Warum „schei** drauf“ und über *Schei***“ reden nicht das gleiche ist, zweiteres aber mitunter immens wichtig sein kann, damit sich erstes ändert, kann man im fünften Teil der Tipp-Reihe nachlesen, die als Gastbeiträge auf mytherapyapp.com im 2-wöchigen Abstand erscheinen:

Falsche Scham bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen: Fehl am Platz!
Im fünften Teil unserer Reihe „Leben mit Morbus Crohn: Tipps für Angehörige“, ruft unsere Gast-Autorin Michaela Schara dazu auf, die falsche Scham, mit der Darmerkrankungen in unserer Gesellschaft behandelt werden, abzulegen. Der ein oder andere Darmwind gehört auch bei Gesunden zum täglichen Leben. Diese zu unterdrücken, ist nicht unbedingt förderlich – erst recht nicht, wenn man mit Morbus Crohn oder einer anderen chronisch-entzündlichen Darmerkrankung lebt. Weder für Blähungen, noch für unangenehme Gerüche oder Geräusche, die Darmfunktionen nun einmal verursachen, sollte man sich deshalb schämen müssen.
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Bereits erschienene Tipps: 

Den nächsten Tipp gibt es wieder in zwei Wochen. Ergänzungen, Fragen, Tipps oder … hilfreiche 😉 Ratschläge? Ich freu mich darauf!

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Liebe Angehörige, die Sache mit den Ratschlägen … ist kompliziert

Man kann viel ertragen: Schmerzen, Müdigkeit, Nebenwirkungen von Medikamenten, Ängste…
Alles nicht immer leicht, oft hart an der Grenze des Ertragbaren. Aber irgendwie schafft man es dann doch.
Was jedoch fallweise absolut unerträglich ist, sind Ratschläge von anderen, die keine Ahnung von dem haben, was gerade los ist, es ja „nur gut“ meinen, natürlich alles besser wissen und einem damit mehr weh tun, als Crohn & Co. Das reicht „karmischen“ Altlasten, „wer weiß wofür das gut ist“, über „das Richtige essen“ und „reiß dich zusammen, anderen gehts schlechter“.
Danke, setzen, nicht genügend.

Wie man als Angehörige diese Fallstricke und Tretminen vermeidet kann man im vierten Teil der Tipp-Reihe nachlesen, die als Gastbeiträge auf mytherapyapp.com im 2-wöchigen Abstand erscheinen:

Ratschläge bei Morbus Crohn: Nicht jeder gut gemeinte Ratschlag ist ein guter Ratschlag
Im vierten Teil unserer Reihe „Leben mit Morbus Crohn: Tipps für Angehörige“, klärt unsere Gast-Autorin Michaela Schara darüber auf, welche Ratschläge wirklich helfen und welche man besser für sich behalten sollte. Fencheltee und Kirschkernkisschen helfen bei Morbus Crohn nämlich nicht. Wer selbst mit Morbus Crohn lebt oder einen Angehörigen hat, der an der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung erkrankt ist, weiß das. Die anderen sollten besser nur Tipps geben, wenn sie um Hilfe gebeten werden. Sonst kann ein eigentlich gut gemeinter Rat auch schnell nach hinten losgehen und von den Betroffenen gar als Beleidigung verstanden werden.
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Hilfe von Angehörigen?

„Wie kann ich dir helfen?“ – eine einfache Frage und so schwer zu beantworten.

Es ist aber auch nicht leicht. Auf der einen Seite steht da wer, der hilflos zusieht, wie es einem schlecht geht, damit fertig werden muss und eben Hilfe anbietet, um „etwas“ zu tun, damit die Situation für alle besser wird. Aber was hilft, was brauchts, was kann man denn überhaupt tun?

Auf der anderen Seite ist der*die Patient*in, im akuten Kampf mit Herrn Crohn oder Madame Colitis Ulcerosa, und Hilfe wär grad echt gut und notwendig – aber nur was und wie und wem kann man was zumuten?

Um dieses Dilemma geht es im dritten Teil der Tipp-Reihe, die als Gastbeiträge auf mytherapyapp.com im 2-wöchigen Abstand erscheinen:

Hilfsangebote bei Morbus Crohn: Helfen und helfen lassen
Im dritten Teil unserer Reihe „Leben mit Morbus Crohn – Tipps für Angehörige“, appelliert unsere Gast-Autorin Michaela Schara an die Hilfsbereitschaft der Angehörigen. Doch Vorsicht! Die Balance zwischen purer Floskel und absoluter Selbstaufgabe muss gewahrt bleiben. Geheuchelte Hilfsbereitschaft ist nämlich genauso schlimm wie die aufopferungsvolle Pflege, die Betroffene schnell überfordern und sie schier erdrücken kann. Für eine Erleichterung sorgen dagegen konkrete Hilfsangebote. Doch keine Panik, es muss nicht gleich der Großputz sein. Schon ein offenes Ohr kann eine große Unterstützung sein.
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Den nächsten Tipp gibt es wieder in zwei Wochen. Ergänzungen, Fragen und/oder eigene Tipps? Ich freu mich darauf!

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