Allgemein

Alles Gute!

Ich wünsche allen, die hier mitlesen, und auch denen, die es nicht tun, ein frohes, harmonisches Weihnachtsfest und eine sanfte Landung in einem xunden, fröhlichen 2020!

Ich danke allen, die hier mitlesen, für eben dieses – und wünsche mir, dass ich allen anderen (die hier noch nicht mitlesen 😉 ) nächstes Jahr fürs Mitlesen danken kann. 

Ich hoffe, dass wir uns auch im neuen Jahr wiederlesen, in alter Frische, mit neuem Schwung und vielen schönen Ideen!

Und ich freue mich auf ein spannendes Jahr, das zumindest lesetechnisch schon mal toll beginnt, denn ab 8.1.2020 ist mein Buch im Handel erhältlich!

Alles Liebe, kommt gut durch die Feiertage, setzt den Herrn Crohn und seine fiesen GenossInnen vor die Tür und habt immer genug Klopapier vorrätig. Dann kann schon fast gar nix mehr schiefgehen.

Cartoons, Kranke Geschichten - Strange Stories

Schräge G’schichten: Zusammenfassung

Im November 2019 habe ich wieder bei der Zeichen-Challenge #30SkizzenimNovember von Angelika Bungert-Stüttgen, der Freiraumfrau, teilgenommen. Angelika will uns damit inspirieren beim Zeichnen dranzubleiben und täglich etwas zu tun – was ein Supertraining ist. In virtueller Gesellschaft mit anderen, so dass man sich nicht allein „durchkauen“ und motivieren muss, bringt das jedesmal einen schönen Kreativschub und am Ende des Monats merke ich, dass ich wieder ein gutes Stück weiter bin.

Heuer wollte ich vor allem schneller werden. Da ich mich oft in Details verliere, die mich endlos Zeit kosten, war mir das schon lange ein Anliegen. Zugleich aber wollte ich auch beim Schreiben ein Stück schneller und konkreter werden. Außerdem lagen da noch ein paar Ideen für Kurzgeschichten rum – Erlebnisse, die ich im crohnischen Leben hatte und die im Grunde wenig mit Morbus Crohn, aber viel mit dem Leben im Spital und dem Dasein an sich zu tun haben. Leben eben, wie ich es gerne nenne. Kleine Begebenheiten, die einem das Leben als Kirsche auf dem Sahnehaufen seiner Seltsamkeiten kredenzt. Vielleicht, damit man den trockenen Kuchen darunter leichter runterschlucken kann. Es sind auch Geschichten, die es nicht in mein Buch „Shitstorm im Darm“ geschafft haben und so eine Veröffentlichung bekommen sollen.

Angelika hat für die 2019er-Challenge eine Liste mit Themen rausgegeben, an der man sich orientieren konnte. Ich habe mich dann aber entschlossen, meine beiden Challenge-Wünsche zu kombinieren und die Herausforderung für mich dementsprechend anzupassen: an drei Tagen sollte jeweils eine Kurzgeschichte entstehen – an zwei Tagen jeweils eine Zeichnung, am dritten die Geschichte (geschrieben) dazu. Denn man kann ja auch mit Worten Bilder entstehen lassen.

Die wahre Herausforderung war dann das Tempo beizubehalten, als sich das Leben mal wieder in die Kurven legte. Ein lieber Freund, den ich gemeinsam mit anderen begleitet habe, starb in dieser Zeit. Meine Schwiegermutter war genau einen Monat davor verstorben. Zwei weitere Todesfälle kamen im nahen Umfeld dazu …
Meine Zeichenlaune war enden wollend, ich war zutiefst erschöpft, unfassbar traurig und zugleich war so viel zu tun in Zusammenhang mit Begräbnissen, Verabschiedungen und diesbezüglichen, organisatorischen Dingen.

Drei Tage setzte ich aus … und mich dann wieder an den Tisch, mit zusammengebissenen Zähnen – denn ich merkte, dass die Reise in die Geschichten in erster Linie mir gut tat. Das Zeichnen der Themen, das Formulieren der Erzählungen und der Zusammenbau, bis hin zur fertigen Kurzgeschichte entführte mich in eine heitere Welt, ließ mich beim Schreiben und Zeichnen lächeln und half mir, die tiefe Traurigkeit rundum ein wenig leichter für mich zu machen.
Ich gestehe, dass ich vermutlich am meisten über meine Geschichte gelacht habe – es war ein Riesenspaß sie zu verfassen, trotz der düsteren Zeit.

Trotz der Pause habe ich es dann geschafft meine 10 geplanten Geschichten in 30 Tagen fertig zu stellen. Und da war ich dann doch sehr stolz und froh. Das Schwierigste daran war allerdings zu entscheiden, welches Erlebnis „hinaus“ durfte.
Es sind alles durch die Bank echte Erlebnisse, nichts wurde erfunden. Ich habe lediglich die Worte zur Verfügung gestellt, um sie zu erzählen. Mag sein, dass ich da hin und wieder die Formulierung dahin gehend so gewählt habe, um die Dramaturgie ein wenig zu straffen 😉 Aber es wurden keine Geschichten erfunden, die Figuren gab und gibt es.

Herausgekommen ist ein heiter-bittersüßer Streifzug durch das ganz normale Leben im Krankenhaus, wo es genauso menschelt, wie anderswo. Und ich habe festgestellt, dass mir das Schreiben solcher Geschichten irr viel Spaß macht, Freude bringt und der Funke öfters auch übergesprungen ist – denn die Rückmeldungen waren sehr positiv. Auch andere konnten über die Erzählungen einen Ausflug in Richtung Lachen machen. Noch kann ich gar nix sagen, aber vielleicht wurde mit diesen 10 Geschichten der Grundstock für etwas Neues gelegt 😉

Hier aber nun die Übersicht meiner Stories, als Zusammenfassung und mit allen Bildern.

Alle aktuellen schrägen G´schichten sind hier zu finden:
… ABER DAS IST EINE ANDERE GESCHICHTE

  1. Das ungeklärte Mysterium der orangen Ananas-Socken
  2. Frau Doktor der dunklen Strümpfe
  3. Das mürbe Kipferl der Auferstehung
  4. Der herrliche Einhornschwamm
  5. Der traurige Haken
  6. Der rostige Heiligenschein
  7. Schatzimausi und der Schweinehund
  8. Hunger auf Geschmack
  9. Spaziergang der Kuscheltiere
  10. Ungeklärte Fragen

Ich wünsch beim Reinlesen viel Spaß und hoffe dich mit einem kleinen Grinsen anstecken zu können – auch wenn manche Geschichte dann doch ein wenig bittersüß und zartherb endet. Leben eben, wie gesagt.

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Buchtipp: Meine Arschbombe

Dieses Buch liegt schon länger auf meinem Schreibtisch. Nicht, weil ich es nicht lesen wollte, es schlecht ist oder langweilig. Sondern weil ich es schon kannte bevor es gedruckt wurde, ich es phänomenal finde, aber dennoch schon länger keine Schreibzeit da war, um es hier im Blog würdig vorzustellen.

Meine Arschbombe in die Untiefen des Lebens

Worum gehts:

Sabine Dinkel hat im Zuge ihrer Krebserkrankung begonnen die Diagnose und Lebensveränderung mittels Comics zu verarbeiten und festzuhalten und hat diese Zeichnungen dann auch als Mitteilungsversion gewählt, um ihr Umfeld am Laufenden zu halten.

Die Comics sind ein berührendes, dennoch heiteres Tagebuch, wo sich gute und weniger lustige Episoden abwechseln, jedoch immer ein gutes Gefühl bleibt. Die Zeichnungen machen Mut, verführen selbst GriesgrämerInnen zum Schmunzeln (ausprobiert!) und bieten einen wunderbaren, tiefen Einblick in den Alltag chronisch Kranker.

Sabines erstes Buch war ein Ratgeber rund um das Thema Hochsensibilität (hier gehts zu meiner Buchbesprechung). Ihr zweites Buch, basierend auf ihren Erfahrungen rund um das Thema Eierstockkrebs, ist ein Ratgeber über das Leben mit dieser Schnieptröte – wie sie ihre Krankheit nennt. Auch dieses Buch habe ich schon vor längerer Zeit vorgestellt, meine Rezension ist hier zu finden und es ist, ebenso wie „Meine Arschbombe“ auch für Menschen mit anderen Erkrankungen ein toller Hinweisgeber.

Ihre „Arschbomben“-Comics waren ursprünglich nur für eine begrenzte Leserschaft gedacht. Der nächste Schritt war dann das Öffnen dieser Begrenzung, so dass auch Außenstehende mitlesen konnten. In weiterer Folge entstand der Herzenswunsch, diese Comics als Buch herauszugeben. In einem Posting auf Twitter und Facebook hat sie diesen Wunsch ins WWW geschickt und fand Gehör. Heinz W. Warnemann vom Hawewe-Verlag fand sich als kongenialer Partner für dieses schöne Projekt und bewies mit der Wahl des Themas und Formates viel Mut. Denn sowohl Titel, als auch Inhalt und Form – kein Ratgeber, kein Tagebuch, keine Belletristik, aber doch irgendwie etwas von allem – ist einmalig.

Es ist ein ein astreines Mutmachbuch und ungemein lebensbejahend. Auch wenn einem die Sch*** bis zum Hals steht, findet Sabine noch etwas, worüber man schmunzeln kann. Zugleich berührt der Einblick in diesen Alltag und zeigt, dass das Verarbeiten der Erlebnisse im Zuge der Erkrankung nichts ist, was man mal eben so nebenbei erledigt. Es prägt, verändert, formt den Lebensfaden um und das kann auch in eine gute Richtung gehen – Leben eben.

Auch die Auswirkungen auf das Umfeld werden festgehalten und es zeigt sich wieder mal, dass eine solche Diagnose nicht nur die Erkrankten allein betrifft, sondern einen umfassenden Einfluss auf dem gesamten umgebenden Lebensbereich hat.

Für wen:

  • Für alle, die wissen wollen, wie das ist, wenn man von jetzt auf gleich mit Verve eine Arschbombe in des Lebens unbekannte Regionen machen muss, was alles damit verbunden ist und wie man es schafft sich das Grinsen nicht stehlen zu lassen.
  • Für alle, die Angst haben, dass das Leben ihnen Arschbomben vor die Füße wirft. Sabine zeigt auf bildliche Weise, dass es ein Leben nach der Diagnose gibt und das Dasein auch mit Schnieptröte (oder anderen Sidekicks) viel Raum für kraftvolles Leben bietet.
  • Für alle, die eine Arschbombe zu verkraften haben und wissen wollen, wie es andere geschafft haben, damit umzugehen (Stichwort: Resilienz).

Fazit:

Es macht Mut, verführt zum Lachen und zum Nachdenken, ist ideal als Mitbringsel für Besuche bei Arschbombern, zum sich Selber schenken (es gibt immer eine Gelegenheit dafür, jeden Tag) und als liebevolles Herz- und Hirnfutter für die ewigen Stunden der Warterei in Arztpraxen, Ambulanzen, Krankenhausbetten oder darauf, dass ein mieser Tag sein Bestes tut und endlich endet.

Es ist ein wunderschönes Herzensprojekt und eine absolute Empfehlung!

Infos rund um dieses Buch:

5705289 8001077 300x300 - Buchtipp: Meine ArschbombeMeine Arschbombe in die Untiefen des Lebens
Comic-Tagebuch einer Krebserkrankung
Von Sabine Dinkel

Verlag: HAWEWE media

ISBN 978-3-947815-77-7
Paperback, Klappenbroschur, 196 Seiten, 14,5 x 21,5 cm
1. Aufl. 2018
24,95 Euro

Leseprobe als PDF
Gibts auch als E-Book!

Wo zu kaufen:

Grundsätzlich überall. Aber wenn man der Autorin Freude machen will, dann am besten über diesen Link (Affiliate Link zum Verlag, zu Gunsten von Sabine Dinkel).

Alternativ in der Buchhandlung ums Eck (dann freut sich der Einzelhandel) oder eben auf Amazon: Meine Arschbombe in die Untiefen des Lebens: Comic-Tagebuch einer Krebserkrankungir?t=midesign 21&l=am2&o=3&a=3947815778 - Buchtipp: Meine Arschbombe (Affiliate Link, zu meinen Gunsten)

5705294 705x705 300x300 - Buchtipp: Meine ArschbombeAls Ergänzung zum Buch gibt es bezaubernde Postkarten mit Motiven von Sabine, die man beim Verlag bestellen kann. Im Bild rechts: Hula the Hoop.

Disclaimer: Das Buch wurde mir auf meinem Wunsch vom Verlag zur Verfügung gestellt, ohne Vorgaben. Ich hätte es aber auch selbst erworben von ganzen Herzen empfohlen und gratuliere sowohl Sabine als auch dem Hawewe-Verlag zur Realisierung dieses einzigartigen Projektes!

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